Pekiti-Tirsia Kali Karlsruhe
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 Pekiti-Tirsia Kali
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Warum hört man im Zusammenhang mit Kali meist nur von Stockkampf oder Waffenkampf?

Kali ist eine kompakte und umfassende , welche die Verteidigung mit und ohne Waffen unterrichtet. Das Kali hauptsächlich Stock- und Waffenkampf sei, ist eine in Europa und in Amerika immer noch verbreitete Meinung, die hauptsächlich in halbinformierten Kreisen zu finden ist. Auf den wird Kali von Anfang an als ein kompaktes System unterrichtet, daß mit denselben Bewegungsgrundlagen und Kampfprinzipien in der waffenlosen und in der bewaffneten (Stock, Messer, Schwert) Auseinandersetzung eingesetzt werden kann. Das Training mit Stock (Schwert), dem Messer und das waffenlose Training ergänzen dabei einander und helfen dem Trainierenden, Schnelligkeit, Mut, Kraft und Verstand in ausgewogenem Maß zu entwickeln! Das gilt natürlich nur, wenn von guten Trainern gelernt wird. Das sich die Vorstellung von Kali als reiner Waffenkunst so hartnäckig hält, hat im wesentlichen drei Ursachen: 1. Ursache: Kali gilt als 'die ', wenn es um Messerverteidigung und geht. Während es viele Verteidigungskünste gibt, die gute waffenlose anbieten, genießt die philippinische eine unbestrittene Sonderstellung, wenn es um realistisches Training für die Verteidigung mit und gegen Waffen - speziell Messer - geht. Für viele Kampfsportler ist realistischer bzw. automatisch verknüpft mit philippinischer . Einige machen nun fälschlicherweise den Umkehrschluß und denken, philippinische sei ausschließlich bzw. . Damit liegen sie aber falsch. 2. Ursache: Trainer erlernen Kali als sinnvolle Ergänzung zu ihrem waffenlosen Kampfsystem Die Feinheiten und das höhere Verständnis der philippinische Kampfkünste, wie z.B. das , wurde lange Zeit als Familienschatz gehütet, und nicht öffentlich unterrichtet. Noch heute sind Schulen für philippinische sehr selten im Vergleich zu Schulen, die konventionelle waffenlose Kampfsportarten anbieten. Da philippinische sehr ausgefeilte und beeindruckende Kampf- und Trainingsmethoden für Waffenkampf anzubieten hat, hatte Kali sehr schnell den Ruf 'das Waffensystem' zu sein. In der Folge war die philippinische lange ein Geheimtip, der unter erfahrenen Kampfkünstler gehandelt wurde, die ihre Kenntnisse mit der praxisbezogenen Fähigkeit in der Verteidigung mit und gegen Waffen vervollständigen wollten. Da also viele Schüler schon Erfahrung in anderen nur waffenlosen Systemen hatten, haben sie den waffenlosen Teil von Kali z.T. nie gesehen oder sich nie wirklich dafür interessiert. Da diese Leute selbst oft schon Trainer für andere Systeme waren, übernahmen Sie den Waffenaspekt von Kali als Teil Ihres Unterrichtsprogrammes und stärkten so, gewollt oder ungewollt, den Eindruck, daß philippinische nur Waffenkampf sei. Heutzutage ist es glücklicherweise möglich, philippinische vollständig, als kompaktes System zu erlernen. 3. Ursache: Stocktraining ist eindrucksvoll und fasziniert Aktive wie Zuschauer Die Frage nach waffenloser wird oft gestellt, weil im Kali nicht nur waffenlos sondern auch viel mit Hilfe des Rattanstocks trainiert wird. Da unerfahrene Zuschauer dazu neigen, sich vor allem an das beindruckende Stocktraining zu erinnern, kommen sie häufig zu der falschen Annahme, Kali sei ausschließlich Stockkämpfen. Doch die besondere Struktur des erlaubt es, das am Stock erlernte direkt für die waffenlos Verteidigung anzuwenden. Ellbogen, Knie, Hand, Fuß, Hüfte, Schulter, Unterarm und Kopf sind die , die typisch im Kali gerne eingesetzt werden. Ein geübter Kali-Kämpfer mag unbewaffnet sein, aber er ist nie wehrlos.

Ich habe nie einen Stock oder Messer bei mir. Warum sollte ich damit trainieren?

Selbst wenn sich jemand entschließt bei seiner nur seine " " einzusetzen, ist das Training mit den Stöcken für die Entwicklung von Kraft, Körperkoordination, Schnelligkeit, Selbstsicherheit, Mut und Entschlußkraft sehr förderlich. Diese für die praktische und für den Alltag so wichtigen Eigenschaften werden durch das Training mit Stöcken deutlich schneller entwickelt als in Übungssystemen, die kein Stocktraining besitzen. Da im unabhängig von den zum Einsatz gebrachten Hilfsmitteln nach einheitlichen Kampf- und Bewegungsprinzipien trainiert und gekämpft wird, ist das Training mit den Gegenständen keine Ablenkung sondern willkommene Hilfe.

Welche Waffen werden im Pekiti-Tirsia Kali verwendet?

Am Anfang des Trainings wird bevorzugt mit einem Stock mittlerer Länge (ca. 70 cm) trainiert. Dieser steht für eine "universelle" Waffe, kann also gleichermaßen ein Schirm, ein Schwert oder ein Baseballschläger sein. Im Kernsystem des werden folgende Kategorien trainiert: Einzelstock (Schwert), Doppelstock, Messer, Espada y Daga (lange und kurze Klinge) und . Für Fortgeschrittene werden auch ergänzende Methoden, wie z.B. flexible Waffen (Schal, Schlüßelkette,...) und Langstock / Speer (Malayu Sibat) unterrichtet. Innerhalb des Pekiti-Tirsia Systems gibt es auch Spezialsysteme, z.B. für Polizei und privates Sicherheitspersonal. Für diese werden je nach Ausrüstung und speziellen Anforderungen flexible Waffen, Schlagstock oder Teleskopstock und auch Schußwaffen unterrichtet. Trainingsschwerpunkte sind Knife-Awareness (Klingenbewußtsein) und selbstsicheres Auftreten, Präzision und Geschwindigkeit sowie die Fähigkeit, die Kontrolle über die (eigene) Waffe zu behalten ("Weapon Retention").

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