Innerhalb der philippinischen
Kampfkunst
gibt es einige hundert Systeme und noch mehr Stilrichtungen. Eines der international bekanntesten ist das
Pekiti-Tirsia Kali
. Das
Pekiti-Tirsia Kali
ist das Familiensystem der Tortal-Familie. Einziger Erbe und Großmeister sowie Stilbewahrer des Systems ist Grand Tuhon (Familienvorstand)
Leo T. Gaje, Jr.
Der Name
Pekiti-Tirsia Kali
bedeutet frei übersetzt "Nahkampfsystem". Die Erfahrung zeigt, daß ein Kampf oft in der Nahdistanz entschieden wird. Deswegen wird im
Pekiti-Tirsia Kali
innerhalb eines einheitlichen Systems sowohl der Distanz- und Halbdistanzkampf als auch speziell das Kämpfen in der Nahdistanz trainiert.
Gibt es Clinch und Ringen im Pekiti-Tirsia?
Im Pekiti-Tirsia gibt es die Bereiche des Pangamut und des Dumog. Pangamut wird zur Beschreibung des Standkampfes mit all seinen Formen des Schlagen und Tretens mit allen
Körperwaffen
verwendet. Dumog ist die Fertigkeit des Greifens, Kontergreifens und der Gleichgewichtskontrolle. Dazu gehören natürlich Stoßen und Ziehen, Beinangriffe, Griffe und (Bein-)Hebel zum Gelenkzerstören etc.
Clinch und „Ringersituationen“ werden im Pekiti-Tirsia also über das Dumog abgedeckt und nahtlos in das Pangamut integriert.
Grand Tuhon Gaje
verwendet gerne das Kürzel Dumpag = Dumog + Pangamut, um zu zeigen, dass die Bereiche als Einheit zusammen gehören.
Im Pekiti-Tirsia werden Dumpag auch im Clinch und „Bodenkampf“ mit Klingenbewußtsein trainiert. Entsprechend werden Positionen und Taktische Gewichtungen oft anders gesetzt, als es z.B. in den rein waffenlosen Systemen gemacht wird.